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Odette

(12 Kundenrezensionen)

Im Sommer 1983 verfällt ein namenloser Germanistikstudent dem betörenden Wesen der unwirklich schönen Odette.

Die junge Frau, von der man nicht genau weiß, woher sie stammt und was es mit ihr auf sich hat, versetzt Männer in einen Rauschzustand. Schnell werden die beiden ein Paar. Doch was sich anfangs wie eine gewöhnliche Liebesgeschichte anläßt, entwickelt sich zu einem Alptraum aus Abhängigkeit, erotischen Exzessen und Selbstzerstörung.

Odette trägt ein dunkles Geheimnis in sich, das weit in ihre Vergangenheit reicht. Als der Student es schließlich lüftet, ist es bereits zu spät.

Akif Pirinçci über seine neue Novelle „Odette“:

Nicht nur, daß „Odette“ auch eine kleine Reise in die 80er ist, die hier und da den Zauber einer untergegangenen bunten Epoche vermittelt und gerade den jungen Leser sich die Augen reiben lassen könnte, ob des totalen Fehlens der heutigen digitalen Sofort- Kommunikation in allen Bereichen. Auch kulturell und sexuell wird darin eine Welt, die von unserer heutigen enorm abweicht, heraufbeschworen.

Und ohne WhatsApp und die Face-to-Face-Funktion des Handys läuft wohl heutzutage keine Liebesgeschichte mehr ab. Gut, daß Odette das alles nicht miterleben mußte!

Zum Schluß möchte ich nicht verhehlen, daß ich mich während des Verfassens dieser Geschichte verliebt habe: In Odette natürlich, in wen denn sonst? Obwohl ich mir aus einem unbehauenen Brocken Phantasie „mein Mädchen“ bis in die feinste Kontur zurechtgeschnitzt und zusammengemeißelt habe, hatte ich während des Arbeitsprozesses auch das Gefühl, daß mir ein recht realer Geist über die Schulter schaute; ihr Geist, so als hätte sie tatsächlich gelebt. In mir jedenfalls wird sie immer weiterleben.

 

12 Bewertungen für Odette

  1. Ulrich

    „Odette“ ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich ob ihres Facettenreichtums positiv überrascht hat. Eigentlich ist es mehr als eine Liebesgeschichte, für mich ist „Odette“ eine Reise in die Vergangenheit und zugleich in die Abgründe der menschlichen Psyche mit Wendungen, die man nicht kommen sieht.

    Lesenswert!

  2. Hans

    Ein wundervolles Buch, ‘habe es am Stück gelesen heute.

    Der grosse Akif in Bestform, man wünscht sich, obwohl das mit der Protagonistin Odette wohl nicht mehr gehen wird leider, eine Fortsetzung. Ein tolles Stimmungsbild der Achtziger, als im Alltag noch echte Gefahren drohten und nicht nur der Klima- oder “Corona”-Tod. Akif Pirinçci, der einst den schönsten Nachruf auf David Bowie verfasst hat, beweist einmal mehr, dass er, trotz seiner unberechtigten Ächtung, die eine unfassbare Schande für den gleichtönenden deutschen Medien- und Politikapparats ist, nach wie vor einer der besten Autoren des Landes ist!

    Wo liest man sonst so schöne Bearbeitungen eines “unbehauenen Brockens Phantasie”, und wann muss man beim Lesen laut lachen wie bei “The Sad Song of Ingo”?

  3. Sven

    Das Buch ist schon zu Beginn eine echte Perle, mein lieber Scholli, der Mann kann schreiben. Toll, wie tief er die Charaktere und Protagonisten beschreibt, zum Leben erweckt. Man freut sich auf jeden neuen Satz.

  4. Leila

    Ich las gerade deinen neuesten Roman Odette und wollte dir zu gratulieren! Wann sendest du dieses Material nach Hollywood? Und wie lange wird es dauern, dass daraus ein Film wird? Frag doch Roman Polanski (9 Pforten), ich bin sicher, dass er daran interessiert sein wird. Ich glaube, dass es den grossen Verlagen leid tun wird, dass sie deine Werke gesperrt haben.

  5. Rima

    Eine wundervolle Liebesgeschichte und ein Ausflug in die für mich schönste Zeit der 80er.
    Top.

  6. Jürgen Baum

    Wortgewaltig, witzig, wahnsinnig schön.

  7. Petra

    Akif Pirincci gehört zu den Schriftstellern, die viele Genre beherrschen. Er bringt, in Alltagsbeschreibungen wenig zimperlich, Dinge genau auf den Punkt und langweilt nie. Mit ODETTE zeigt er, dass er einer der besten Schriftsteller unserer Zeit ist.

  8. Ein Realist

    Diese Novelle ist lesenswert und Akif P. ist zu wünschen, dass ihm ein zweiter Neustart als Autor gelingt. Trotz des völlig irrationalen Hasses, der ihm entgegenschlägt. Was nützt dem armen Mann die Tatsache, dass er alle Prozesse gegen die ihn verleumdenden Großverlage gewonnen hat – wenn er trotzdem erbarmungslos von den Meinungs-Inquisitoren über die Klippe gemobbt wird? Meine besten Wünsche begleiten ihn – obgleich er zugegebenermaßen eine gewöhnungsbedütftige Persönlichkeit ist.

  9. Viktoria

    ‘Odette’ hätte länger sein können!

    ‘Odette’ ist kurz und kurzweilig, hängt aber in Gedanken nach. Die Novelle erinnert mich an ‘Narziss und Goldmund’, fast wie eine moderne Fortsetzung der Geschichte – auch Goldmund’s Mutter ist ‘Zigeunerin’, so wird im Buch gemunkelt. Eine klare Leseempfehlung, der Stil Pirinçcis ist geschliffen, angenehm zu lesen, intelligent.

    Nur zwei Dinge würde ich bemängeln: die Geschichte hätte länger und tiefergehender erzählt werden können, alles passiert sehr schnell, vielleicht ist es auch egoistisch, ich hätte einfach gerne mehr gelesen. Der zweite Punkt betrifft – Achtung, Spoiler! – den sexuellen Missbrauch Odettes in der Kindheit. Ich empfand es persönlich als verstörend, dass dieser Missbrauch (ob man ihn nun nach grüner Manier als ‘freie Entfaltung der Sexualität’ eines Kindes oder als echte Übergriffigkeit interpretiert) dennoch oder gerade auch zu einer lustvollen Sexualität im Erwachsenenalter führte. Es ist nur ein Satz im Buch, aber dieser rückte die Geschichte für mich in ein anderes Licht, was, so glaube ich, gar nicht in der Absicht Pirinçcis lag.

  10. Artuhr Wagner

    Habe gerade die letzte Seite von”Odette ” gelesen und konnte mich zum Schluss einiger Tränen nicht erwähren. Ich möchte mich bei Dir herzlichst für dieses soo wunderbare Werk bedanken.
    Bitte höre nie auf zu schreiben.
    Egal welchem Thema Du Dich widmest, Du machst aus Papier Gold. Bleib gesund und gönn Dir immer einen guten Schluck.

    Viele Grüße aus Dresden

  11. Philipp Hartmann

    Eine ungemein fesselnde Novelle. Der Protagonist, ein Teilzeit-Germanistikstudent, trifft Anfang der 80er Jahre aus heiterem Himmel auf die atemberaubende und geheimnisvolle Odette. Er verliebt sich hoffnungslos in sie, kann nicht mehr aufhören an sie zu denken, wird geradezu abhängig von ihr. Nur weiß er nicht, dass sie eine dunkle Seite an sich hat, die ihn ins tiefste Unglück stürzen wird, in Abgründe, die er zuvor nicht für möglich gehalten hat …

    Pirinçcis Erzählung ist ein Meisterwerk, eine emotionale Achterbahnfahrt und eines dieser Bücher, nach deren Lektüre man noch lange völlig erschüttert, aufgewühlt ist. Sie ist witzig, traurig, schön, ergreifend, aufwühlend … Eine atypische Liebesgeschichte.
    Die Abschnitte über das pittoreske, altehrwürdige und mittlerweile in weiten Teilen verschwundene Deutschland verdienen großes Lob. Das Scene Setting des Autors ist großartig; das Nennen von 80er-Jahre-Songs im Zusammenspiel mit der Beschreibung der Szenerien ist fantastisch. Man fühlt sich kinderleicht einfach in diese längst vergangene Epoche ein.

    Eine besondere Eloge verdient die Figur der Odette , die gut und gerne metonymisch für eine bestimmte Art der quirligen, sprunghaften, emotional bipolaren Frau herhalten könnte.
    Dem unbedarften Leser sei noch mit auf den Weg gegeben, dass Pirinçci grundsätzlich kein Blatt vor den Mund nimmt; zahlreiche Passagen (vor allem die Sexszenen) werden “frei Schnauze” und sehr explizit dargestellt, Political Correctness ist ein Fremdwort für ihn.
    Für mein Dafürhalten ein Meisterwerk, dem hoffentlich noch einige Prosa von Pirinçci folgen wird.

  12. Georgy

    Ein Meisterwerk eines absoluten Könners. Jeder Satz, jede überraschende Wendung sitzt. Es kommt nicht wie üblich Langeweile auf. Habe die fesselnde Geschichte in einem Rutsch gelesen.
    Akif Princci umschifft alle üblichen Fallstricke eines solchen Genres.

    Amazon hat ihn blockiert-ohne Grund und ohne irgendeine politische Aussage in diesem Buch.
    Abscheulich, dass dies bei einem solchen Autor heute möglich ist.

    Ja, die 80er waren faszinierend und tatsächlich wesentlich besser und glücklicher als die heutige Zeit.

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