17,80

Odette

(3 Kundenrezensionen)

Im Sommer 1983 verfällt ein namenloser Germanistikstudent dem betörenden Wesen der unwirklich schönen Odette.

Die junge Frau, von der man nicht genau weiß, woher sie stammt und was es mit ihr auf sich hat, versetzt Männer in einen Rauschzustand. Schnell werden die beiden ein Paar. Doch was sich anfangs wie eine gewöhnliche Liebesgeschichte anläßt, entwickelt sich zu einem Alptraum aus Abhängigkeit, erotischen Exzessen und Selbstzerstörung.

Odette trägt ein dunkles Geheimnis in sich, das weit in ihre Vergangenheit reicht. Als der Student es schließlich lüftet, ist es bereits zu spät.

Akif Pirinçci über seine neue Novelle „Odette“:

Nicht nur, daß „Odette“ auch eine kleine Reise in die 80er ist, die hier und da den Zauber einer untergegangenen bunten Epoche vermittelt und gerade den jungen Leser sich die Augen reiben lassen könnte, ob des totalen Fehlens der heutigen digitalen Sofort- Kommunikation in allen Bereichen. Auch kulturell und sexuell wird darin eine Welt, die von unserer heutigen enorm abweicht, heraufbeschworen.

Und ohne WhatsApp und die Face-to-Face-Funktion des Handys läuft wohl heutzutage keine Liebesgeschichte mehr ab. Gut, daß Odette das alles nicht miterleben mußte!

Zum Schluß möchte ich nicht verhehlen, daß ich mich während des Verfassens dieser Geschichte verliebt habe: In Odette natürlich, in wen denn sonst? Obwohl ich mir aus einem unbehauenen Brocken Phantasie „mein Mädchen“ bis in die feinste Kontur zurechtgeschnitzt und zusammengemeißelt habe, hatte ich während des Arbeitsprozesses auch das Gefühl, daß mir ein recht realer Geist über die Schulter schaute; ihr Geist, so als hätte sie tatsächlich gelebt. In mir jedenfalls wird sie immer weiterleben.

 

3 Bewertungen für Odette

  1. Ulrich

    „Odette“ ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich ob ihres Facettenreichtums positiv überrascht hat. Eigentlich ist es mehr als eine Liebesgeschichte, für mich ist „Odette“ eine Reise in die Vergangenheit und zugleich in die Abgründe der menschlichen Psyche mit Wendungen, die man nicht kommen sieht.

    Lesenswert!

  2. Hans

    Ein wundervolles Buch, ‘habe es am Stück gelesen heute.

    Der grosse Akif in Bestform, man wünscht sich, obwohl das mit der Protagonistin Odette wohl nicht mehr gehen wird leider, eine Fortsetzung. Ein tolles Stimmungsbild der Achtziger, als im Alltag noch echte Gefahren drohten und nicht nur der Klima- oder “Corona”-Tod. Akif Pirinçci, der einst den schönsten Nachruf auf David Bowie verfasst hat, beweist einmal mehr, dass er, trotz seiner unberechtigten Ächtung, die eine unfassbare Schande für den gleichtönenden deutschen Medien- und Politikapparats ist, nach wie vor einer der besten Autoren des Landes ist!

    Wo liest man sonst so schöne Bearbeitungen eines “unbehauenen Brockens Phantasie”, und wann muss man beim Lesen laut lachen wie bei “The Sad Song of Ingo”?

  3. Sven

    Das Buch ist schon zu Beginn eine echte Perle, mein lieber Scholli, der Mann kann schreiben. Toll, wie tief er die Charaktere und Protagonisten beschreibt, zum Leben erweckt. Man freut sich auf jeden neuen Satz.

Füge deine Bewertung hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.